Kia Niro Plug-in Hybrid – Das Beste aus zwei Welten

Aachen: Mit dem Niro hat Kia seine Produktpalette um ein kompaktes Crossover-Modell erweitert, das auf der ersten speziell für Eco-Fahrzeuge entwickelten Kia-Platt­form basiert. Jetzt bietet der Hersteller das im Herbst 2016 eingeführte Hybrid­modell auch in einer Plug-in-Variante an (Marktstart September 2017). Der Niro mit Steckdosenanschluss kann rein elektrisch 58 Kilometer weit und 120 Stun­denkilometer schnell fahren und verbraucht durchschnittlich nur 1,3 Liter Kraft­stoff pro 100 Kilometer (29 g/km CO2). Auch das Standardmodell gehört mit einem kombinierten Verbrauch ab 3,8 Liter pro 100 Kilometer (ab 88 g/km CO2) zu den sparsamsten Fahrzeugen in seinem Segment, was ihm bereits einen offiziellen Guinness-Weltrekord einbrachte: Eine Serienversion des Niro schaffte die fast 6.000 Kilometer von Los Angeles nach New York mit nur 4,1 Tankfüllungen (3,1 Liter pro 100 km). Ab Modelljahr 2018 wird die Kraftstoff­ökonomie zudem durch zwei neue Systeme gefördert, über die auch der Niro Plug-in Hybrid verfügt (Coasting- und Effizienz-Assistent, Serie ab Vision).

„Mit der neuen Plug-in-Variante wird das volle Potenzial unseres modernen Hybrid-Crossovers deutlich“, sagt Steffen Cost, Geschäftsführer (COO) von Kia Motors Deutschland. „Der Kia Niro kombiniert ein attraktives, kraftvolles SUV-Design mit den hybrid-typischen niedrigen Emissionen. Der Niro Plug-in Hybrid bietet zudem die Möglichkeit, kurze Strecken wie beim täglichen Pendeln rein elektrisch zu absolvieren, und reduziert dadurch die Emissionen und auch die Betriebskosten noch weiter. Mit seinem zukunftsweisenden Konzept spricht der Niro ein breites Spektrum von privaten und gewerblichen Käufern an – zumal er ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.“

Der Crossover fährt serienmäßig mit Klimaautomatik, Audiosystem, Bluetooth®-Freisprecheinrichtung, Geschwindigkeitsregelanlage, beheizbaren elektrischen Außenspiegeln, Nebel­scheinwerfern, LED-Tagfahrlicht und 16-Zoll-Leichtmetall­felgen vor. Hinzu kom­men in der Sicherheitsausstattung sieben Airbags, aktiver Spurhalteassistent, Gegenlenkunterstützung, Berganfahrhilfe und eine Müdig­keitserkennung (neu ab Modelljahr 2018). Der Niro Plug-in Hybrid bietet eine noch breitere Basis­ausstattung inklusive autonomem Notbremsassistenten, adaptiver Geschwin­digkeitsregelanlage, Supervision-Instrumenteneinheit, elektrisch anklappbaren Außenspiegeln und Lederlenkrad.

Erhältlich sind darüber hinaus je nach Ausführung und Sonderausstattung 7- oder 8-Zoll-Kartennavigation (inkl. 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update**, Kia Connected Services, Android Auto™ und Apple CarPlay™), Rückfahrkamera, Premium-Soundsystem, Lederausstattung, elektrischer Fahrersitz, Sitzventi­lation vorn, Sitzheizung vorn und hinten, induktive Smartphone-Ladestation, 220-Volt-Steckdose, Smart-Key, elektrisches Glasschiebedach, 18-Zoll-Leicht­metallfelgen (nur Hybrid) und LED-Scheinwerfer (Hybrid: Bi-Xenon) sowie zwei weitere Sicherheitssysteme: Spurwechselassistent und Querverkehrwarner. Beim Hybrid sind der Notbremsassistent und die adaptive Geschwindigkeits­regelanlage für alle Ausführungen im optionalen „Advanced-Driving-Assistance-Paket“ erhältlich. Im Sicherheitstest Euro NCAP erhielt der Niro mit diesem Paket die Bestnote „5 Sterne“ (Testjahr 2016, Wertung ohne Paket: 4 Sterne).

In der Einstiegsversion Edition 7 kostet der Kia Niro 24.990 Euro***, der Niro Plug-in Hybrid 32.350 Euro***. Inklusive der staatlichen Kaufprämie, die bei Plug-in-Hybriden 3.000 Euro beträgt (davon 1.500 Euro Zuschuss durch Kia), ist die Variante mit Steckdosenanschluss damit ab 29.350 Euro*** erhältlich. Wie bei Kia üblich beinhaltet der Kaufpreis die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie, die auch für die Antriebsbatterie gilt.

Athletischer Auftritt und ein Hybridantrieb, der Spaß macht

Aufgrund des langen Radstands (2,70 Meter) bietet der Niro seinen Insassen reichlich Beinfreiheit, und bei der Kopffreiheit kann er Spitzenwerte in seinem Segment vorweisen. Das Interieur zeichnet sich zudem durch ein modernes Design, hohe Materialqualität und einen niedrigen Geräuschpegel aus. Der ebenfalls großzügige Gepäckraum wurde beim Niro Hybrid zum Modelljahr 2018 noch erweitert (um 9 Liter auf 436 Liter, bei umgeklappter Rücksitzlehne bis zu 1.434 Liter). Auch der Plug-in-Hybrid gehört durch die Größe und Varia­bilität des Gepäckabteils (324 bis 1.322 Liter) zu den besonders praktischen Modellen seines Segments. Und beide Varianten können im Anhängerbetrieb eingesetzt werden (bis 1.300 kg), was im Hybridsegment eher selten ist.

Das innovative Parallelhybridsystem mit einem 1,6-Liter-GDI-Benziner, einem kraftvollen Elektromotor (Hybrid: 32 kW; Plug-in: 44,5 kW) und einer leistungs­starken Lithium-Ionen-Polymer-Batterie (Hybrid: 1,56 kWh; Plug-in: 8,9 kWh) mobilisiert 104 kW (141 PS) und ein maximales Drehmoment von 265 Nm, das ein kraftvolles Beschleunigen beim Anfahren ermöglicht. Gesteigert wird der Fahrspaß zudem durch das sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe, das eine schnellere Rückmeldung bietet als die im Hybrid-Segment weit verbreiteten elektronisch gesteuerten stufenlosen Getriebe (e-CVT) und das zudem über einen Sport-Modus verfügt.

Die beiden Antriebsvarianten des Niro gehören zusammen mit den Plug-in-Hy­brid-Versionen des Kia Optima* und Optima Sportswagon* (Markteinführung September 2016 / August 2017) zu den ersten Neuentwicklungen im Rahmen der Umweltoffensive, die Kia 2015 gestartet hat. Der Hersteller hat sich damit zum Ziel gesetzt, bis 2020 die Kraftstoffeffizienz seiner weltweiten Modellpalette gegenüber 2014 um durchschnittlich 25 Prozent zu steigern und sein Angebot an emissionsarmen Fahrzeugen auf 14 Modelle auszubauen.

Kia Niro Hybrid / Niro Plug-in Hybrid auf einen Blick

Konzept: Kompaktes Crossover-Modell mit Hybridantrieb und SUV-Charakter / Hebt sich durch sportlich-kraftvolles Auftreten von Wettbewerbern ab / Betont praktisch z.B. durch Auslegung für Anhängelast / Neue, speziell für Eco-Fahr­zeuge entwickelte Plattform / Innovatives Hybridsystem, leistungsstarke Plug-in-Variante / Eines der ersten neuen Modelle in der Umweltoffensive von Kia

Eckdaten: Deutschland-Start: Hybrid September 2016, Plug-in September 2017 / Länge 4,36 Meter, Radstand 2,70 Meter, Breite 1,81 Meter, Höhe 1,54 Meter

Design: Preisgekröntes Modell (iF Award, Red Dot Award) mit kraftvoller Grundhaltung, breiter Spur und relativ großer Bodenfreiheit / Dynamisches Profil mit langer Motorhaube / Kia-typisch: „Tigernasen“-Grill, breite C-Säulen / Markantes Heckdesign mit hoch platzierten LED-Rückleuchten, Dachspoiler und Heckdiffusor in Aluminium-Optik / Gute Aerodynamik (cW: 0,29)

Innenraum: Modernes Design mit klaren horizontalen Linien / Hohe Material­qualität / Interieur beim Hybrid wahlweise in Schwarz oder Grau (je nach Außenfarbe) / Viel Kopf- und Beinfreiheit auch im Fond / Niedriger Geräusch­pegel / Großer Gepäckraum (436 bis 1.434 Liter; Plug-in: 324 bis 1.322)

Ausstattung: Ab Werk Klimaautomatik, 5-Zoll-Audiosystem, Bluetooth, Ge­schwindigkeitsregelanlage, beheizbare el. Außenspiegel, 16-Zoll-LM-Felgen, Nebelscheinwerfer / Topversion Spirit: 8-Zoll-Navigation mit Apple CarPlay™ und Android Auto™, Soundsystem, LED-Scheinwerfer (Hybrid: Xenon), Smart-Key, induktive Smartphone-Ladestation / Optional: Lederausstattung, elektr. Fahrersitz mit Memory-Funktion, Sitzventilation vorn, Glasschiebedach

Antrieb: Parallelhybridsystem mit 1.6 GDI, 6-Stufen-DCT, E-Motor (32 bzw. 44,5 kW) und Batterie (1,56 bzw. 8,9 kWh) / Systemleistung 104 kW (141 PS), 265 Nm / Plug-in: 58 km E-Reichweite, 29 g/km CO2 / Hybrid: ab 3,8 Liter pro 100 km, 88 g/km CO2 / Coasting- und Effizienz-Assistent (ab MJ 2018)

Fahrwerk: MacPherson-Federbeine vorn, Mehrlenkerachse hinten

Sicherheit: „5 Sterne“ im Euro NCAP bei Ausstattung mit Notbremsassistent und adaptiver GRA (Hybrid: optional für alle Versionen; Plug-in: Serie) / Stan­dard: 7 Airbags, aktiver Spurhalteassistent, Müdigkeitserkennung (ab MJ 2018) / Spurwechselassistent und Querverkehrwarner je nach Ausführung

Garantie: Fahrzeug inkl. Batterie: 7-Jahre-Herstellergarantie (max.150.000 km) / Durchrostung: 12 Jahre / Mobilität: 7 Jahre / Lack: 5 Jahre (max. 150.000 km) / 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update für werksseitig fest installierte Navigation

Zur Serienausstattung der Version Vision gehören darüber hinaus 7-Zoll-Kartennavigation (inkl. 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update, Kia Connected Services, Android Auto™ und Apple CarPlay™), Rückfahrkamera, Parksen­soren hinten, Regensensor, selbstabblendender Innenrückspiegel, Sitzbezüge in Stoff-Leder-Kombination, Sitzheizung vorn, Lenkradheizung, Armaturenbrett und Türverklei­dungen mit Applikationen in Glanzschwarz, Innentürgriffe in satiniertem Chrom, Lüftungsdüsen in der Tunnelkonsole hinten, Dachreling, Außentürgriffe in Chrom und Dachantenne im Shark-Design. Beim Hybrid kommen in dieser Ausführung Lederlenkrad, Lederschaltknauf, Ablagefach im Gepäckraumboden und die Instrumenteneinheit mit 4,2-Zoll-Supervision-LCD-Anzeige hinzu. Bei der Plug-in-Variante ist die Supervision-Anzeige ab Version Vision 7 Zoll groß.

Die Topversion Spirit rollt auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern (Plug-in: 16 Zoll) und verfügt serienmäßig über 8-Zoll-Navigation, digitalen Radioempfang (DAB/ DAB+), JBL® Premium-Soundsystem (7 Premium-Lautsprecher, 2-Kanal-Sub­woofer, 320-Watt-Verstärker und ClariFi™-Klangoptimierung), Xenonschein­werfer (Plug-in: Voll-LED-Scheinwerfer), Smart-Key und Startknopf, Parksen­soren vorn, induktive Ladestation für Smartphones, 220-Volt-Steckdose in der Tunnel­konsole hinten, Aluminium-Sportpedale, Einstiegsleisten in Aluminium vorn und hinten, elektrisch anklappbare Außenspiegel mit integrierten LED-Blinkleuchten und Privacy-Verglasung (dunkel getönte Scheiben ab B-Säule).

Zum Sonderausstattungsangebot gehören je nach Ausführung weitere Ele­mente wie Sitzbezüge in Leder und hochwertiger Ledernachbildung, 8-fach elektrisch einstellbarer Fahrersitz mit Memory-Funktion, Sitzventilation vorn, Sitzheizung hinten (äußere Sitze), elektrisches Glasschiebedach und abnehm­bare Anhängerkupplung.

Modernes Infotainment und Anzeige nahe gelegener Ladestationen

Der Multimediadienst Kia Connected Services, den beide Navigationssysteme des Kia Niro serienmäßig beinhalten, wird vom Navigations-Spezialisten TomTom bereitgestellt. Er umfasst unter anderem Verkehrsinformationen in Echtzeit, die Suche nach regionalen Informationen sowie Wetterberichte. In Europa steht dieser Dienst Käufern des Kia Niro sieben Jahre lang kostenfrei zur Verfügung. Für die Internetverbindung wird das Smartphone des Fahrers genutzt (Smartphone mit Datentarif erforderlich, um den Service zu aktivieren).

Darüber hinaus bieten die Navigationssysteme durch die Smartphone-Schnitt­stellen Android Auto™ und Apple CarPlay™ die Möglichkeit, kompatible Mobil­telefone (ab Android 5.0 bzw. iPhone 5) mit dem System zu verbinden. Zu den Apps und Smartphone-Funktionen, die mit Android Auto™ über den Fahrzeug-Touchscreen bedient werden können, gehören Navigation über Google Maps per Sprachsteuerung, Freisprechfunktion beim Telefonieren, Text- und Sprach­erkennung sowie das Streamen von Musik. Mit Apple CarPlay™ lassen sich die verschiedenen Funktionen und Apps über die Spracherkennung Siri steuern, inklusive Navigieren über Apple Maps, Telefo­nieren und Diktieren. Zudem unterstützt Apple CarPlay™ auch andere Audio-Apps wie das Streamen von Musik oder das Hören von Audiobüchern, die der Nutzer auf sein iPhone geladen hat.

Beim Niro Plug-in Hybrid hilft das Navigationssystem dem Fahrer zudem, möglichst lange emissionsfrei zu fahren: Er kann sich auf dem Bildschirm neben der aktuellen elektrischen Reichweite auch nahe gelegene Ladestationen anzeigen lassen.

Antrieb und Kraftübertragung

  • Neue Plug-in-Variante: 58 km Elektro-Reichweite, 29 g/km CO2-Emission
  • Dynamisch: 104 kW (141 PS) Gesamtleistung, 265 Nm Drehmoment und modernes  6-Stufen-DCT mit Sport-Modus
  • Praktisch: Auch als Zugmaschine einsetzbar (bis 1.300 kg Anhängelast)
  • Vorausschauend: Navigationsbasierte Spritspar-Assistenten

Das moderne Parallelhybridsystem des Kia Niro umfasst bei beiden Antriebs­varianten einen 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer aus der „Kappa“-Baureihe (77,2 kW/105 PS, 147 Nm), der zusammen mit dem Elektromotor über ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe (DCT) die Vorderräder antreibt. Das Hybridsystem mobilisiert in beiden Fällen eine Gesamtleistung von 104 kW (141 PS) und ein maximales Drehmoment von 265 Nm, das im ersten Gang zur Verfügung steht und ein kraftvolles Beschleunigen beim Anfahren ermöglicht.

Der Unterschied zwischen dem Niro Hybrid und der neuen Modellvariante mit Steckdosenanschluss liegt in der Leistungsfähigkeit des Elektroantriebs. Das Herzstück des Plug-in-Antriebs ist eine Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit einer Kapazität von 8,9 Kilowattstunden, die sich wie der Akku des Hybridmodells (1,56 kWh) durch eine sehr hohe Energiedichte und ein entsprechend geringes Gewicht auszeichnet. Auch der Elektromotor ist mit 44,5 kW um rund 40 Pro­zent kraftvoller als beim Standardmodell (32 kW). Die Plug-in-Variante sprintet in nur 10,8 Sekunden von null auf Tempo 100 (Hybrid: 11,5 s) und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 172 Stundenkilometern (Hybrid: 162 km/h).

Der Niro Plug-in Hybrid kann im reinen Elektrobetrieb bis zu 58 Kilometer weit und bis zu 120 Stundenkilometer schnell fahren. Dadurch bietet er die Möglich­keit, kurze Strecken und tägliches Pendeln emissionsfrei und mit geringen Betriebskosten zu absolvieren. Mit der „HEV“-Taste in der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen zwei Betriebsarten des Hybridsystems wählen. Der standardmäßig eingestellte Hybrid-Modus („HEV“) sorgt für ein effizientes und ausgewogenes Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotor. Im Elektro-Modus („EV“) wird der Elektromotor prioritär eingesetzt – sofern nicht durch sehr starkes Beschleunigen oder hohe Geschwindigkeiten der Verbren­nungsmotor auf den Plan gerufen wird.

Zum Stromtanken bietet der Niro Plug-in Hybrid einen Typ-2-Ladeanschluss. Dieser europäische Standardstecker ist bei den Ladestationen in Deutschland am weitesten verbreitet. Mit dem serienmäßigen Ladekabel, das in einem Ablagefach im Gepäckraumboden deponiert ist, kann der Akku in der eigenen Garage geladen werden. An einer entsprechend leistungsfähigen 230-Volt-Steckdose (32A) ist das nach 135 Minuten erledigt. Der Fortschritt des Lade­vorgangs lässt sich dabei im Bordcomputer-Display ablesen. Der Niro Plug-in Hybrid hat eine CO2-Emission von 29 Gramm pro Kilometer (kombinierter Ver­brauch: 1,3 Liter Kraftstoff und 9,8 kW Strom pro 100 km).

Wie die Plug-in-Variante ist auch der Niro Hybrid in die Energieeffizienzklasse A+ eingestuft. Er verbraucht durchschnittlich 3,8 Liter pro 100 Kilometer (mit 18-Zoll-Rädern 4,4 Liter) und hat eine kombinierte CO2-Emission von 88 Gramm pro Kilometer (mit 18-Zoll-Rädern 101 g/km). Dieser Kraftstoffeffizienz verdankt der Kia-Hybrid bereits einen offiziellen Guinness-Weltrekord: Ein serienmäßiger Niro hat Ende 2016 bei einer „Coast-to-Coast“-Durchquerung der USA einen neuen Verbrauchsrekord für Hybridfahrzeuge aufgestellt. Auf der fast 6.000 Kilometer langen Strecke von Los Angeles nach New York begnügte sich das Crossover-Modell mit 183,6 Litern Benzin. Das entspricht 4,1 Tankfüllungen und einem Durchschnittsverbrauch von knapp 3,1 Litern pro 100 Kilometer.

Fahrspaß inklusive: Wegweisende Kombination von DCT und Hybridantrieb

Der Benziner des Niro arbeitet mit dem Atkinson-Zyklus, der den Wirkungsgrad erhöht und zu einer leichten Drehmoment-Reduzierung führt, die aber durch das Drehmoment des Elektromotors kompensiert wird. Kia kombiniert den Atkinson-Zyklus hier erstmals mit gekühlter Abgasrückführung, Benzindirekt­einspritzung und Zylindern mit langem Hub (97 mm) und enger Bohrung (72 mm), die ebenfalls zur Effizienzsteigerung beitragen. Hinzu kommt ein Abgas­system mit Wärmerückgewinnung, das die Warmlaufphase des Motors verkürzt, indem es das Kühlmittel durch einen Wärmetauscher leitet.

Das von Kia selbst entwickelte sechsstufige Doppelkupplungsgetriebe hat die gleiche Grundarchitektur wie das Siebenstufen-DCT, das im überarbeiteten cee’d und weiteren Kia-Modellen zum Einsatz kommt. Das DCT des Niro wurde speziell für diese Hybridanwendung weiterentwickelt und bietet eine direktere Rückmeldung als die im Hybridsegment weit verbreiteten elektronisch gesteu­erten stufenlosen Getriebe (e-CVT). Gesteigert wird der Fahrspaß noch durch die serienmäßige Funktion „Drive Mode Select“. Per Gangwahlhebel kann der Fahrer damit vom Standard-Modus – der auf eine kraftstoffsparende, komfor­table Fahrweise ausgerichtet ist – in den Sport-Modus wechseln. In diesem Modus erfolgen die Gangwechsel dynamischer, arbeitet die Servolenkung sportlicher und lassen sich die Gänge auch manuell schalten.

Um höchste Effizienz im Zusammenwirken von DCT und Hybridsystem zu erreichen, hat Kia ein „Transmission-Mounted Electric Device“ (TMED) ent­wickelt. Durch diesen ins Getriebegehäuse integrierten Elektromotor kann das DCT die volle Leistung von Verbrennungs- und Elektromotor parallel über­tragen, so dass nur minimale Energieverluste auftreten. Das ist ein entschei­dender Unterschied des TMED-Konzepts gegenüber dem Power-Split-System, bei dem – wie der Name sagt – die Leistung auf elektrischem und mechani­schem Weg verzweigt wird. Dabei wird ein Teil der Leistung des Verbrennungs­motors genutzt, um elektrische Energie zu erzeugen, mit der wiederum der Elektromotor betrieben wird. Diese Umwandlung führt zu einem Energieverlust, der typisch ist für Hybridsysteme mit stufenlosem Getriebe (e-CVT). Das neue TMED des Kia Niro hat noch einen weiteren Vorteil: Es ermöglicht dem Hybrid­system, bei höheren Geschwindigkeiten direkt auf die Batterieleistung zuzu­greifen, dadurch spricht das Fahrzeug beim Beschleunigen schneller an.

Eine weitere Besonderheit unterstreicht die praktische Ausrichtung des Niro: Er ist eines der wenigen Fahrzeuge im Hybridsegment, das sich als Zugmaschine einsetzen lässt. Beide Antriebsvarianten können gebremste Anhänger mit einem Gewicht von bis zu 1.300 Kilogramm ziehen (ungebremst 600 kg). Eine abnehmbare Anhängerkupplung ist als Zubehör erhältlich.

Fahren mit Weitblick: Effizienzsteigernde Assistenzsysteme

Der Niro unterstützt eine spritsparende Fahrweise durch verschiedene Assis­tenzsysteme (Eco Dynamics Assistance Systems). Die serienmäßige Fahrstil-Analyse gibt dem Fahrer per Anzeige in der Instrumenteneinheit Auskunft über seine Fahrweise (drei Kategorien: Ökonomisch / Normal / Aggressiv). Hinzu kommen bei den Ausführungen mit Navigationssystem zwei Assistenten, die in konkreten Fahrsituationen zur Kraftstoffeinsparung beitragen (bei der Hybrid­version ab Modelljahr 2018). Beide werden durch das Festlegen eines Fahrziels im Navigationssystem automatisch aktiviert:

• Der Coasting-Assistent (Coasting Guide Control, CGC) zeigt dem Fahrer durch ein Symbol in der Instrumenteneinheit und ein akustisches Signal an, wann er vor einer Kurve oder einer Kreuzung den Fuß vom Gas nehmen sollte, damit das Fahrzeug optimal ausrollen kann und nicht unnötig Kraftstoff verbraucht wird.

• Der Effizienz-Assistent (Predictive Energy Control, PEC) analysiert die Topo­grafie der Fahrstrecke. Erkennt das System eine vorausliegende Steigung, lädt es die Batterie möglichst voll auf, um beim Anstieg beide Motoren optimal zu nutzen. Bei einem vorausliegenden Gefälle setzt der Assistent vorher ver­stärkt den Elektromotor ein, um auf der abschüssigen Strecke dann möglichst viel der durch Bremsrekuperation gewonnenen Energie in der Batterie spei­chern zu können. einen sehr niedrigen Geräusch- und Vibrationspegel aus. Zu den Vorkehrungen, durch die Motorgeräusche am Eindringen in den Innenraum gehindert werden, gehören speziell entwickelte asymmetrische Motoraufhän­gungen, eine Isolierung mit besonders hoher Dichte unter der Motorhaube sowie eine schalldämpfende Akustik-Abschirmung mit einer speziellen Stütz­struktur, die beim Beschleunigen in den meistbenutzten Drehzahlbereichen für ein angenehmeres Motorgeräusch sorgt.

Um die Straßengeräusche zu reduzieren, kommen am vorderen Hilfsrahmen besonders steife, stark isolierende Buchsen zum Einsatz. Zusätzliche Isolie­rungen finden sich auch an der Basis der A- und B-Säulen. Und die hinteren Radläufe wurden mit hochfestem Stahl ausgesteift, um die Übertragung von Straßengeräuschen und Vibrationen aus dem Heck zu verringern. Die Wind­geräusche, die vor allem bei höheren Geschwindigkeiten auftreten, werden unter anderem durch eine spezielle Isolierverglasung für die Frontscheibe gedämmt, eine Abdeckung über den Scheibenwischern reduziert zudem Luft­turbulenzen an der Basis der Frontscheibe. Und durch das spezielle Profil der Außenspiegel sowie das Abdecken der Öffnungen in der Dachreling (zur Befestigung von Querträgern) wurden Dröhn- und Pfeifgeräusche minimiert.

Sicherheit

  • 7 Airbags, Spurhalteassistent, Gegenlenkunterstützung, Berganfahrhilfe und Müdigkeitserkennung bei beiden Antriebsvarianten Standard
  • Plug-in-Version ab Werk mit Notbremsassistent und adaptiver Geschwin­digkeitsregelanlage, beim Hybrid beides im optionalen Sicherheitspaket
  • Spurwechselassistent und Querverkehrwarner ebenfalls erhältlich
  • Bestnote „5 Sterne“ im Euro NCAP (inkl. Sicherheits-Paket)

Kia ist bekannt für das hohe Sicherheitsniveau seiner Fahrzeuge, auch der Niro verfügt über neueste Sicherheitstechnologien. Zur Standardausstattung gehören in beiden Antriebsvarianten ein Spurhalteassistent und eine Müdig­keitserkennung (ab Modelljahr 2018). Der Niro Plug-in Hybrid verfügt zudem ab Werk über einen autonomen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung und eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage inklusive Frontkollisionswarner. Beide Systeme werden für die Hybrid-Version im optionalen „Advanced-Driving-Assistance-Paket“ angeboten, das ab Ausführung Vision darüber hinaus einen Spurwechselassistenten und einen Querverkehrwarner beinhaltet (beides auch für die Plug-in-Variante erhältlich). Im europäischen Sicherheitstest Euro NCAP erhielt der Niro Hybrid mit „Advanced-Driving-Assistance-Paket“ die Bestnote „5 Sterne“ (Testjahr 2016, Wertung ohne Paket: 4 Sterne). Er erzielte in allen vier Test-Kategorien hohe Wertungen: beim Insassenschutz für Erwachsene (91 Prozent) und Kinder (80 Prozent) sowie bei den Sicherheitssystemen (81 Prozent) und beim Fußgängerschutz (70 Prozent).

Die Basis der aktiven Sicherheitsausstattung bildet das standfeste ABS-Brems­system mit Scheibenbremsen vorn und hinten (vorn innenbelüftet), elektroni­scher Bremskraftverteilung und Bremsassistent. Das elektronische Stabilitäts­programm ESC ist serienmäßig mit zwei weiteren Assistenzsystemen kombi­niert: der Gegenlenkunterstützung (Vehicle Stability Management, VSM), die für eine optimale Abstimmung von ESC und elektronisch unterstützter Servolen­kung sorgt, sowie der Berganfahrhilfe (Hill-Start Assist Control, HAC), die das Zurückrollen beim Anfahren an Steigungen verhindert. Standard sind zudem ein aktives Reifendruckkontrollsystem (Druckanzeige für jeden Reifen) und das aktive Bremslicht, das bei einer Vollbremsung den nachfolgenden Verkehr durch das Blinken der Bremsleuchten warnt.

Die weiteren aktiven Sicherheitssysteme des Kia Niro haben folgende Funktionen

• Die Müdigkeitserkennung (Driver Attention Alert, DAA) analysiert verschie­dene Parameter wie das Lenkungsverhalten, die Nutzung der Blinker und die Betätigung von Brems- und Gaspedal. Erkennt das System beim Fahrer An­zeichen von Erschöpfung, empfiehlt es ihm per Anzeige in der Instrumenten­einheit eine Pause.

• Der Spurhalteassistent mit korrigierendem Lenkeingriff (Lane Keeping Assist System, LKAS) registriert per Kamera, ob das Fahrzeug unbeabsichtigt seine Fahrspur verlässt, und weist den Fahrer durch visuelle und akustische Warn­signale darauf hin. Gleichzeitig lenkt das System geringfügig gegen, um das Fahrzeug in der Spur zu halten.

• Der Spurwechselassistent (Lane Change Assist, LCA) mit Blind Spot Detec­tion (BSD) erkennt mit Hilfe von Radarsensoren herannahende Fahrzeuge im Bereich des toten Winkels und warnt den Fahrer bei Bedarf vor einem Fahr­spurwechsel.

• Der Querverkehrwarner (Rear Cross Traffic Alert, RCTA) überwacht den toten Winkel beim Zurücksetzen aus Hauseinfahrten und quer zur Fahrbahn liegen­den Parklücken und weist den Fahrer auf Fahrzeuge hin, die seinen Weg kreuzen. Das System erkennt herannahende Autos in bis zu 20 Metern Ent­fernung und wird durch Einlegen des Rückwärtsgangs aktiviert.

• Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (Smart Cruise Control, SCC) inklu­sive Frontkollisionswarner misst per Radar den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und verlangsamt den Niro bei Bedarf, wenn nötig bis zum Stillstand. Sobald die Verkehrssituation es zulässt, wird das Fahrzeug wieder auf die ein­gestellte Geschwindigkeit beschleunigt (Funktionsbereich: 10 bis 162 km/h).

• Der autonome Notbremsassistent (Autonomous Emergency Braking, AEB) erkennt Objekte auf der Fahrbahn per Kamera, Nah- und Fernbereichsradar. Die Fußgängererkennung ist bis zu einer Geschwindigkeit von 60 Stunden­kilometern in der Lage, einen Passanten, der die Straße betritt oder überquert,
zu identifizieren. Bei Kollisionsgefahr warnt das System den Fahrer und löst bei Bedarf eine Notbremsung aus.

Den „5 Sterne“-Insassenschutz verdankt der Niro seiner stabilen Karosserie (Details s. Kapitel „Fahrwerk und Karosserie“) und dem wirkungsvollen Rück­haltesystem, das standardmäßig sieben Airbags beinhalltet: Front- und Seiten­airbags vorn, durchgehende Vorhangairbags und einen Knieairbag für den Fahrer. Hinzu kommen höhenverstellbare Kopfstützen an allen Sitzplätzen (vorn zusätzlich neigungsverstellbar), höhenverstellbare Sicherheitsgurte vorn, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorn, Gurtwarnsystem für alle Sitzplätze sowie ISOFIX-Halterungen an den äußeren Rücksitzen.

Garantie

7-Jahre-Kia-Herstellergarantie (inklusive Batterie), 7-Jahre-Kia-Mobilitätsgarantie und 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update

Seit 2010 gilt europaweit für alle neu zugelassenen Kia-Fahrzeuge eine Her­stellergarantie von sieben Jahren (max. 150.000 km). Sie erstreckt sich beim Kia Niro auch auf die Antriebsbatterie. In den ersten drei Jahren gilt diese Garantie ohne Kilometerbegrenzung. Hinzu kommen zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung ohne Kilometerbegrenzung sowie fünf Jahre Lackgarantie (max. 150.000 Kilometer).

Seit April 2013 gewährt Kia Motors Deutschland zudem eine von 3 auf 7 Jahre verlängerte Mobilitätsgarantie. Sie umfasst unter anderem Leistungen wie Pannenhilfe bzw. Abschleppen des Fahrzeugs, die Übernahme der Kosten für Hotel (bis zu vier Übernachtungen), Mietwagen (bis zu sechs Tagen) und Heim- oder Weiterreise, den Versand von Ersatzteilen und den Rücktransport des nicht instandgesetzten Fahrzeugs. Unterstützung bietet die Mobilitätsgarantie aber auch zum Beispiel bei Kraftstoffmangel, Falschbetan­kung, Schäden durch Marderbiss oder verlorenen Fahrzeugschlüsseln.

Einen weiteren 7-Jahre-Service bietet die Marke seit März 2013 europaweit allen Käufern eines Kia-Neuwagens mit werksseitig fest installierter Karten­navigation: das 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update. Diese jährlichen Karten-Aktualisierungen gewährleisten, dass Kia-Fahrern stets die neuesten Informa­tionen zum Straßennetz zur Verfügung stehen.

Die genannten Garantien und das Navigationskarten-Update sind an das Fahrzeug gebunden und damit auf einen neuen Halter übertragbar. Weitere Informationen finden Sie hier.