Klage gegen LKW-Kartell Bis zum 30.09.2017 können sich geschädigte Transportunternehmen anmelden unter www.truck-damages.com

Lengenfeld (Vogtland): Bei der Initiative zur Durchsetzung von Zahlungsansprüchen geschädigter Logistikunternehmen gegen das LKW-Kartell, welche vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL e.V.) gemeinsam mit seinen Landesverbänden gestartet wurde, läuft die Anmeldefrist am 30.09.2017 aus. Bislang sind 70.000 LKW bei diesem Sammelverfahren gemeldet. Verschiedene LKW-Hersteller hatten von 1997 bis 2011 auf der Basis illegaler Preisabsprachen Neufahrzeuge am Markt angeboten. Dafür verhängte die EU-Kommission ein Bußgeld von knapp 2,9 Mrd. Euro.

Die kosten- und risikolose Durchsetzung vom Lkw-Kartell betroffener Transportunternehmen, wird vom Rechtsdienstleister Financialright Claims GmbH organisiert. Die auf rechtliche Kartellverfahren spezialisierte Kanzlei Hausfeld Rechtsanwälte übernimmt die juristische Vertretung.

Nach konservativen Schätzungen der Experten dürften mindestens 10% des gezahlten Kaufpreises und 10% der gezahlten Leasingsraten unter Berücksichtigung geschuldeter Zinsen rückzahlbar sein. Auf Basis der jüngst stark gestiegenen Anmeldezahlen, prüft der BGL e.V., ob eine zweite Klage Ende 2018 in Betracht kommt. Für ein solches Sammelverfahren muss aber eine Mindestanzahl gemeldeter LKW erreicht werden. Ansprüche aus den Jahren vor 2003 können bei dieser zweiten Klage aus Verjährungsgründen nicht mehr berücksichtigt werden.

Für das aktuelle Verfahren läuft die Anmeldefrist schon Ende September aus, weil für die Kartell-Klage das dafür notwendige Gutachten einen entsprechenden zeitlichen Aufwand erfordert.

Anmeldung und weitere Infos unter: www.truck-damages.com