Caravaning in neuen Bundesländern immer beliebter

Frankfurt: Auf der Touristik & Caravaning, die größte Reisemesse in den mitteldeutschen Ländern, ist vor allem der Bereich Camping & Caravaning stark vertreten. Dieses Jahr erwarten die Besucher noch mehr Marken und Aussteller, die ihre Fahrzeugneuheiten – vom kompakten Einsteiger-Van bis zum Luxusmobil – präsentieren, zudem ist der Zubehörbereich deutlich gewachsen. Viele der rund 60.000 reise-interessierten Besucher kommen vor allem wegen des attraktiven Angebots rund ums Caravaning nach Leipzig. Das ist nicht verwunderlich, denn die Urlaubsform Caravaning ist in Deutschland so beliebt wie nie zuvor. Die Zulassungszahlen von Reisemobilen und Caravans steigen hierzulande stetig. Das gilt auch und vor allem für die neuen Bundesländer. Hier wuchsen die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um herausragende 16,7 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum 2017. Damit lag der Absatz deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 11,5 Prozent.

Brandenburg deutscher Spitzenreiter bei Wachstum

Wie in der gesamten Bundesrepublik legten auch in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beide Fahrzeugtypen zu. Die Neuzulassungen von Caravans stiegen um starke 11,1 Prozent, während Reisemobilneuzulassungen um beeindruckende 20,6 Prozent zulegten. Damit wuchsen beide Werte deutlich stärker als der bundesweite Durchschnitt von 6,5 bzw. 14,3 Prozent. Bei den Reisemobilen lagen alle östlichen Länder über dem Schnitt, bei den Caravans waren es vier der fünf Bundesländer. In beiden Segmenten war Brandenburg Spitzenreiter aller deutschen Flächenländer mit Wachstumsraten von 19,9 Prozent bei Caravans und 29,6 Prozent bei Reisemobilen. Sachsen ist bei beiden Fahrzeugkategorien das zulassungsstärkste neue Bundesland. Entsprechend der äußerst positiven Entwicklung stieg der Anteil der Neuzulassungen in den neuen Ländern am gesamtdeutschen Markt in 2018 auf 11,1 Prozent. Interessant ist das Verhältnis von Caravan- zu Reisemobilneuzulassungen. Während Caravans in Westdeutschland 33,8 Prozent aller Freizeitfahrzeug-Neuzulassungen ausmachen, sind es im Osten des Landes 39,1 Prozent. Die Caravaning-Fans in den neuen Bundesländern schätzen Wohnwagen also stärker als der Rest der Republik.  

Markt für Gebrauchtfahrzeuge boomt bundesweit

Auch die Nachfrage nach gebrauchten Freizeitfahrzeugen steigt deutschlandweit, seit Jahresbeginn im Schnitt um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den mitteldeutschen Ländern legten die Besitzumschreibungen in den ersten neun Monaten um 5,2 Prozent auf 16.464 Fahrzeuge zu. Die Zahl der gebrauchten Caravans, die den Besitzer wechselten, stieg um 4,3 Prozent, während die Reisemobile um 6,6 Prozent gegenüber demselben Zeitraum 2017 wuchsen. Der Anteil der ostdeutschen Besitzumschreibungen am Gesamtmarkt beträgt 13,8 Prozent. Auch bei den gebrauchten Fahrzeugen schneidet der Caravan in den neuen Bundesländern (16,2 Prozent) besser ab als das Reisemobil (11,0 Prozent). 

 „Die Caravaning-Branche erlebt 2018 das beste Jahr aller Zeiten. Das gilt insbesondere für den ostdeutschen Markt“, sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes e.V. (CIVD). „Die überdurchschnittlichen Zuwächse zeigen, dass Urlaub mit Reisemobil und Caravan auch und vor allem in den neuen Bundesländern enorm beliebt ist. Wir sehen daher für die Zukunft weiteres Wachstumspotenzial“, zeigt sich Onggowinarso optimistisch.

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