Die Ferres, die Werth und zwei Pferde

(Bild: CHIO)

Aachen:  Im Oktober kommt Veronica Ferres´ neuer Film „Unter deutschen Betten“ ins Kino. Eine Komödie über eine gefallene Diva, die sich fortan als Putzfrau verdingt. Grund genug für die Schauspielerin, die am Dienstagabend die Eröffnungsfeier und die „Media Night“ beim CHIO Aachen besuchte, einen großen Spaß mitzumachen. Ausstaffiert mit Kittel, Kopftuch und Staublappen polierte sie das „Silberne Pferd“, den Preis, den sie am Abend während der Eröffnungsfeier an Isabell Werth überreichte. Aufmerksam beäugt von Dressur-Superstar Werth und ihrem Top-Pferd „Weihegold“. Der Kittel war Veronica Ferres im Übrigen nicht dreckig genug. „Damit sehe ich ja aus wie eine Ärztin“, schmunzelte sie über das blütenweiße Kleidungsstück. Kurzerhand marschierte sie aus dem Stall 2 bis zu einem großen Haufen Pferdemist. Sprach „genau richtig“ und walkte den Kittel einmal richtig durch den Mist. „Stilecht und, nun ja, leider auch etwas streng riechend“ (Ferres) war nun alles angerichtet für das Foto und ein kurzes Gespräch über Pferd und Film.

Sie sind den Pferden schon lange verbunden…
Ja, ich reite auch selber, seit Kindesbeinen, mein Onkel hatte einen Reitstall, direkt gegenüber von uns. Ich konnte gerade laufen, da saß ich bereits auf dem Pferd, es ist ein großartiger Sport. Ich bin schon mal mit Isabell und Ludger Beerbaum zusammen bei einem Reitturnier zur Eröffnung eingeritten. Das war ein unglaubliches Gefühl. Könnte ich nicht reiten, hätte ich den Auftritt mit Ludger und Isabell im Galopp auch nicht überlebt (lacht).

Und auch den CHIO Aachen kennen Sie bereits.
Stimmt. Ich war tatsächlich schon mal hier, aber das ist ewig her. Was sagen Sie, wann der Verein gegründet wurde? 1898? Ja, so um den Dreh rum war ich schon mal dabei. Nein, im Ernst: Ich freue mich riesig, dass ich hier zu Gast sein durfte, meinen Freund Michael Mronz, den neuen Ministerpräsidenten von NRW Armin Laschet und natürlich die ganzen Sportler treffen durfte.

Und dann sind Sie Kutsche gefahren…
Mit der Kutsche ins Stadion einzufahren und „Das Silberne Pferd“ an die großartige Isabell Werth zu verleihen, war fantastisch, die Stimmung großartig. Isabell ist eine große Persönlichkeit, sie hat die Auszeichnung sehr verdient.

Und vorher haben Sie „Das Silberne Pferd“ höchstpersönlich poliert.
Das war ein großer Spaß. Isabell und ich haben viel gelacht und jede Menge Selfies gemacht. Imponierend übrigens, wie brav und entspannt ihr Pferd „Weihegold“ ist.

Als Putzfrau sind Sie in Ihrem neuen Film ab Oktober zu sehen, worum geht’s?
Der Film ist eine Komödie und großartige Geschichte über die Freundschaft. Es gibt viel zu lachen, es ist die Verfilmung eines Bestsellers „Unter deutschen Betten“. Auf eine sehr komische Art und Weise zeigen wir, wie es wirklich bei den Leuten zu Hause aussieht – einmal quer durch die Gesellschaft. Ich spiele eine Schlagersängerin, die an ihrem Comeback arbeitet und alles geht schief. Die einzige, die noch zu ihr hält, ist ihre eigene Putzfrau. Ich ziehe dann zu ihr in die WG und muss durch die tiefe Schule der Demut lernen, wieder Mensch zu werden. Man sieht die Ferres auf den Knien Klos putzen.

Hier geht’s zum Trailer.