Venlo: Im Oktober 2020 eröffnet das Limburgs Museum eine große Ausstellung über die Maas, den Fluss, der das Leben der Limburger und der Menschen am Niederrhein seit Jahrhunderten geprägt hat. Konzipiert und zusammengestellt vom Gastkurator Servé Hermans, Leiter der Toneelgroep Maastricht, wird die Ausstellung zu einem großen multidisziplinären Kunstprojekt. „Ich möchte die Erzählkraft des Theaters ins Museum bringen“, erläutert Hermans.

In dieser Ausstellung über die Maas zeigt Servé Hermans vier Gesichter des Flusses: Muse, Monster, Mörder und Mutter. Ein romantisches Gesicht, die ‚Muse‘, mit wunderschönen gemalten Landschaften. Das Gesicht der Überschwemmungen, das ‚Monster‘, in dem Besucher in ein überschwemmtes Limburg hereinspazieren. Die Maas als ‚Mörder‘, mit Berücksichtigung der Umweltverschmutzung und herumschwimmendem Plastik. Und ‚Mutter Maas‘, da die Maas auch schützt und bewahrt.

Das Besondere: Alle diese Themen werden von einem ganzen Team von Künstlern und Designern entworfen, das von Servé Hermans geleitet wird. Vom Filmemacher Rob Hodselmans über den bildenden Künstler Claudy Jongstra und vom Komponisten Kwinten Mordijck bis zur Dramatikerin Annet Bremen. Film, Audio, Licht, Bildende Kunst, Theater – alle Disziplinen arbeiten zusammen, sodass Besucher die Maas erleben können.

„Was Servé tut, fügt sich nahtlos in unsere neue Ausrichtung ein“, erzählt Direktor Bert Mennings vom Limburgs Museum. „Wir wollen ein integratives Museum sein. Deshalb bitten wir Gastkuratoren aus verschiedenen Bereichen und Gemeinschaften, eine überraschende Perspektive auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu bieten. Auf diese Weise schaffen wir einen vielstimmigen Dialog. Als Museum für Kultur und Geschichte in Limburg sammeln, zeigen und erzählen wir die Geschichten von hier. Bei der Maas geht es um Identität, um die Veränderungen in diesem Landstrich und um die Euregio – Wasser verbindet uns buchstäblich mit anderen Ländern.“

Rund um die Ausstellung über die Maas organisiert das Limburgs Museum ein öffentliches Bildungsprogramm, das aus einer Reihe von Vorträgen „De diepte in“ und verschiedenen Filmvorführungen besteht. Die Ausstellung ist vom 7. Oktober 2020 bis zum 5. April 2021 zu sehen.  Es ist aktuell möglich, Eintrittskarten unter www.limburgsmuseum.nl/de/tickets für feste Zeitfenster zu buchen.