Beine baumeln aus einem Altkleidercontainer

(Bild: Polizei Aachen)

Aachen: Ein eher ungewöhnliches Bild bot sich heute Morgen auf dem Weg zum Kindergarten einer Mutter mit ihren Kindern auf der Beverstraße. Man kann viel erzählen und schreiben, aber der Notruf der besorgten Frau bei der Polizei gibt es am besten wieder: 

Frau: „Hier aus dem Kleidercontainer ragen zwei Füße!“

Polizei: „Wo ist das“?

Frau: „Beverstraße, am Bahnhof…..die Füße bewegen sich!“

Polizei: „Wir kommen!“

Die Ordnungshüter standen in der Nähe und waren schnell da. Schnell strampelten auch die Beine, die aus dem Container herausragten und signalisierten, dass reges Leben im halb verschwundenen, offensichtlich männlichen Körper herrschte.

Erste Versuche, per festem Klopfen am Container die Aufmerksamkeit des Mannes zu erlangen, schlugen fehl. Offensichtlich hatte sich der Betroffene beim Hineinklettern in den Container und beim Berechnen der Schwerkraft verschätzt. Jedenfalls war ersichtlich, dass ein eigenständiges Vor- oder Zurück ausweglos erschien. Folglich packten die Beamten herzhaft zu und zogen den Mann mit einem gehörigen Kraftaufwand aus dem Container.

Bei freier Sicht auf die obere Hälfte des Mannes, erkannten sie in ihm einen alten Bekannten. Einen mehrfach vorbestraften Dieb. Wie manches Mal zuvor, hatte er schon Sachen aus dem Kleidercontainer um die Ecke gestellt um sie später zu verkaufen.

Nicht weniger interessant als der gesamte Vorfall war die Aussage des 22-jährigen Mannes: „Ich hab`Sachen in den Container geworfen. Dabei ist mein Portemonnaie da hineingefallen. Das suche ich jetzt. Um besser dran zu kommen, habe ich die Sachen nach draußen geworfen. Jetzt kam ich nur selber nicht mehr raus.“

Der 22-Jährige bekam den hoheitlichen Auftrag, die Sachen wieder in den Container zu werfen und drumherum aufzuräumen. Das machte er auch.

Sein Portemonnaie fand der Mann wenig später übrigens auch…allerdings nicht im Container…wer hätte es gedacht…

Wie die Mutter ihren Kindern den Vorfall erklärte, ist nicht überliefert.