E u r e g i o  P r e s s e

Absicherungsmaßnahmen eines Abwasserkanals am Wurmufer laufen stetig weiter

Würselen / Herzogenrath-Kohlscheid: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) durchgehend daran gearbeitet, ein weiteres Absacken des Wurmufers und damit einen Bruch einer freiliegenden Abwasserleitung zu verhindern (wir berichteten). Leider sind die Maßnahmen schwieriger und zeitintensiver, als erhofft, so dass diese unvermindert und weiterhin in voller Intensität fortgeführt werden müssen. Aus diesem Grund muss auch die gestern Abend gesperrte Landstraße 23 (verlängerte Schweilbacher Straße über Teuterhof nach Herzogenrath-Kohlscheid) weiterhin in beide Richtungen gesperrt bleiben. Lediglich der ÖPVN, hier konkret die Linie WÜ1, wird die Strecke befahren dürfen. Am Morgen des gestrigen Dienstags fiel auf, dass eine Abwasserleitung mit einem Durchmesser von 1,8 Metern freigelegt wurde und durch das wetterbedingte Abtragen des Wurmufers erheblich weiter gefährdet ist. 

Um Sicherungsmaßnahmen vornehmen und mit weiteren Beteiligten abstimmen zu können, setzte die Stadt Würselen einen „Stab außergewöhnliche Ereignisse (SAE)“ ein, in dem bis zu 17 Experten mitwirken, unter anderem von der StädteRegion, des Wasserverbandes Eifel Ruhr und Fachleuten aus dem Rathaus sowie von Feuerwehr und THW. Unter Federführung des SAE wurden gestern verschiedenste Szenarien durchdacht und erste Sicherungsmaßnahmen durch Feuerwehr und THW vor Ort eingeleitet. Diese stellen sich allerdings als äußerst schwierig dar, weil die Einsatzstelle mehr als schwer zugänglich ist. Der durchnässte und aufgeweichte Boden lässt es kaum zu, mit schwerem Arbeitsgerät Sicherungsmaterial an das Wurmufer zu bringen. In der Nacht wurden 12.000 Sandsäcke angeliefert, die seitdem von einem Sammelpunkt aus mit und mit an die Einsatzstelle gebracht werden. Dies ist nach wie vor eine logistische Herausforderung für die Einsatzkräfte. Da sich vom Sammelpunkt bis zur Einsatzstelle Einsatzfahrzeuge bewegen, musste die Verbindungsstraße zwischen Würselen und Herzogenrath-Kohlscheid gesperrt werden und aufgrund der laufenden Maßnahmen bis auf Weiteres gesperrt bleiben. Die Stadt Würselen bittet insbesondere die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für diese unumgänglich notwendige Maßnahme. Als alternative Verbindungsstrecke wird gebeten, derzeit über Morsbach und Bardenberg zu fahren. Sobald die Strecke wieder freigegeben ist, werden wir darüber informieren. Dank sagt der SAE vor allem den momentan bis zu 130 eingesetzten Kräften von THW und der Feuerwehr für deren unermüdlichen Einsatz seit gestern Nachmittag, während der Nacht und am heutigen Tag.