StädteRegion Aachen: Die gemeinsam agierenden Krisenstäbe der Stadt und StädteRegion Aachen informieren über die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus. Es gibt gegenüber der Meldung von gestern 63 nachgewiesene Fälle mehr. Seit Beginn der Zählung Ende Februar 2020 steigt damit die Zahl der nachgewiesen Infizierten auf 16478. 15299 ehemals positiv auf das Corona-Virus getestete Personen sind aus der Quarantäne entlassen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt bei 399. In den vergangenen Tagen ist ein Mann im Alter von 75 Jahren verstorben, der zuvor positiv auf das Corona Virus getestet wurde. Damit sind in der StädteRegion Aachen aktuell 780 Menschen nachgewiesen infiziert und die Sieben-Tage-Inzidenz* liegt bei 79.  

Die Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen:                                                                                        

Kommune Aktive Fälle Gesamtzahl der Fälle Sieben-Tage-Inzidenz
Aachen 280 6967 67
Alsdorf 63 1484 85
Baesweiler 39 1010 111
Eschweiler 90 1609 113
Herzogenrath 139 1475 106
Monschau 7 245 9
Roetgen 3 223 23
Simmerath 14 400 78
Stolberg 50 1767 57
Würselen 95 1298 111
noch nicht lokal zugeordnet      
Gesamtergebnis 780 16478 79

*Sieben-Tage-Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen geschehen sind. Damit die Daten vergleichbar sind, wird die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern gerechnet. Sie ist eine wichtige Kennzahl, nach der sich die Corona-Maßnahmen richten.

Verdacht auf britische Virusvariante in Aachener Studierendenwohnungen – Kontaktpersonen müssen 14 Tage in Quarantäne

Schon im vergangenen Jahr wurden weltweit neue Varianten des SARS-CoV-2 Virus identifiziert. In Deutschland sind seit Dezember 2020 Infektionen mit der britischen, der südafrikanischen sowie der brasilianischen Variante bekannt. In Aachen gab es jetzt bei Ausbrüchen in Wohneinrichtungen von Studierenden konkrete Hinweise auf eine intensive Reisetätigkeit der Betroffenen. Daher wurden zwei Proben mit der Fragestellung nach der britischen Virusvariante untersucht, bei denen sich der Verdacht erhärtete. In einer speziellen PCR wird nach drei Stücken des Virusgenoms gesucht. Bei der britischen Variante kann eines der Stücke aufgrund einer Genveränderung nicht nachgewiesen werden. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf die britische Variante. Die PCR ist die wichtigste Labormethode zur Untersuchung der molekularen Feinstruktur der Erbsubstanz. Ein Beweis kann nur durch eine Sequenzierung erbracht werden. Diese ist sehr aufwändig und dauert derzeit zwei bis drei Wochen, da sie nur in wenigen Laboren durchgeführt wird. In den beiden Fällen wurde sicherheitshalber die Quarantäne für die Kontaktpersonen auf 14 Tage ohne verlängert. Eine Freitestung nach zehn Tagen ist in den Fällen nicht möglich!

Am 24.12.2020 hatte das Land Baden-Württemberg erstmals über einen Nachweis der britischen Variante berichtet. Inzwischen sind Fälle in mehreren Bundesländern und einzelne Ausbrüche mit der Variante bekannt. Untersuchungen zufolge ist sie noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar als bisher zirkulierende Varianten. Hinweise auf eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe gibt es bislang nicht.

Neue Corona-Arbeitsschutzverordnung gilt ab heute (27. Januar)

Nach der neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung müssen Arbeitgeber überall dort Homeoffice anbieten, wo es möglich ist. Die Verordnung enthält zudem Schutzmaßnahmen für diejenigen Beschäftigten, deren Anwesenheit im Betrieb unverzichtbar ist. Wichtigster Regelungsinhalt ist die Umsetzung von Maßnahmen, die einer weitestmöglichen Reduzierung betriebsbedingter Personenkontakte dienen sollen; dies sind neben der Ausweitung von mobiler Arbeit vor allem:

  • Vermeidung betriebsbedingter Zusammenkünfte (Besprechungen)
  • Vorgabe einer Mindestfläche bei der Raumnutzung von 10 Quadratmetern für jede im Raum befindliche Person
  • Verpflichtung zum Tragen medizinischer Gesichtsmasken oder FFP2-Masken überall dort, wo Mindestflächen oder -abstände nicht eingehalten werden können.
    Das gilt auch für die Verwaltungen von Stadt und StädteRegion Aachen, die weiterhin geöffnet bleiben. Auch für Besucherinnen und Besucher ist in den Räumlichkeiten der Verwaltung das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske oder einer FFP2-Maske Pflicht. Es wird dringend empfohlen, wann immer es möglich ist, vorher einen Termin zu vereinbaren.

Terminbuchungen für über 80-Jährige seit dem 25. Januar möglich

  • Aufgrund von Lieferschwierigkeiten des BioNTech-Impfstoffs wurde der Impfstart in den Impfstellen auf den 8. Februar 2021 verschoben. Seit dem 25. Januar können Personen ab 80 Jahren sowohl online (www.116117.de) als auch telefonisch (0800/116 117-01) Impftermine buchen. Da es in den ersten Tagen zu Überlastungen der Systeme gekommen ist, sollte man die Termine im Laufe der Woche vereinbaren. Bei der jeweiligen Buchung bekommt man automatisch einen Termin für die Zweitimpfung im Abstand von drei Wochen. Eine Terminvereinbarung im Impfzentrum ist nicht möglich!

Informationen zur Corona-SchutzimpfungUnter www.corona-schutzimpfung.de ist zudem ein erweitertes Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält.Gemeinsames Abstrichzentrum (GAZ)Kontaktpersonen ersten Grades, Menschen mit positiven Schnelltests in Heimen und anderen Einrichtungen sowie Reihentestungen werden durch das Gesundheitsamt informiert und zu einem festen Termin eingeladen.Bürgertelefon  Die Arbeit der Krisenstäbe ist ausgerichtet an den Erlassen und Entscheidungen der Landesregierung. Die Seiten der NRW-Staatskanzlei (www.land.nrw/corona), des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (www.mags.nrw.de) und des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (www.mkffi.nrw.de) geben weitere Infos zu aktuellen Entwicklungen. Nachzulesen sind alle Verordnungen des Landes NRW auf aachen.de/corona in der Rubrik „NRW-Coronaschutzverordnung“.

Infos zu aktuellen Entwicklungen

Für Bürgerinnen und Bürger von Stadt und StädteRegion Aachen ist für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags unter 0241/510051 von 9 Uhr bis 15 Uhr zu erreichen.

Die Termine für das GAZ werden nur ONLINE vergeben unter www.staedteregion-aachen.de/gaz. Bei der Online-Terminvergabe muss man schon eine Reihe von Angaben zum Grund für die gewünschte Testung und zum eigenen Gesundheitszustand machen. Das Formular wird regelmäßig an die Teststrategie des Robert-Koch-Instituts angepasst.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat ein Bürgertelefon zur Corona-Schutzimpfung eingerichtet. Zu erreichen ist die Hotline des Landes unter der Rufnummer 0211/9119-1001, montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr.