Check-In-Day beim Aachener Stadtbetrieb

Aachen: Im Rahmen des Check-In-Days öffnete der Aachener Stadtbetrieb am Mittwoch, 6. Juni, seine Betriebstüren. Interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 bis 13 hatten zwischen 13 und 17 Uhr die Möglichkeit, sich einen Eindruck von der Arbeit im Stadtbetrieb zu verschaffen. Dazu wurde auf dem Betriebsgelände ein Parcours errichtet, bei dem die Jugendlichen einen ersten Einblick in die Arbeiten der einzelnen Berufe bekommen und diese selber ausprobieren konnten.

Friedhofswesen, Landschaftsbau und Zierpflanzenanbau

Vorgestellt wurden der Beruf des Gärtners und der des Kfz-Mechatronikers. Der Gärtnerberuf ist hierbei in drei Fachrichtungen unterteilt.

Eine davon ist der Beruf der Gärtnerin oder des Gärtners im Friedhofswesen. Wolfgang Berg, Friedhofsverwalter Bereich Ost, stellte diesen Beruf vor. Die Schülerinnen und Schüler konnten  ein nachgestelltes Grab selber bepflanzen. Der Beruf sei zum Teil auch künstlerisch oder gestalterisch, so Berg. Insgesamt gibt es in der Stadt Aachen 27 Friedhöfe, jedoch nur auf dem Ostfriedhof werden zwei bis drei Auszubildende pro Jahrgang ausgebildet.

Ebenfalls ausprobieren konnten die Besucherinnen und Besucher sich in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Gina Lindner, die gerade am Ende ihres zweiten Lehrjahres ist, zeigte in einer Sandkiste, wie man Pflastersteine legt. Auch hier durften die Jugendlichen selber mit anpacken und hatten sichtlich Spaß daran, die Steine in den Sand zu hämmern.

Neben diesen beiden Lehrberufen gibt es auch noch die Fachrichtung Blumen- und Zierpflanzenanbau. Hier stellten Katrin Kratzenberg (1. Lehrjahr) und Daniel Balduin (3. Lehrjahr) die Arbeit der Stadtgärtnerei vor. Sie hatten Töpfe mit Erde vorbereitet, in die die Interessierten nun Pflanzen aus größeren Schalen einzeln einpflanzen konnten. „Wenn man gut ist, schafft man 300 Pflanzen in der Stunde. Ich schaffe bis jetzt aber nur etwa die Hälfte“, lachte Daniel Balduin. Katrin Kratzenberg erzählte den Schülerinnen und Schülern, dass hier die Pflanzen für alle Beete der Stadt angebaut werden. Außerdem die für die Friedhöfe und für Veranstaltungen, bis hin zum Karlspreis. „Im Moment bereiten wir die Pflanzen für das Reitturnier CHIO vor. Das sind mehrere tausend gefüllte Kästen.“

Große Autos locken Kfz-Interessierte an

Neben den Gärtnerberufen bietet der Stadtbetrieb die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit der Fachrichtung Nutzfahrzeug an. Um ein wenig von der Arbeit vorzuführen, durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst den Ölstand des ausgestellten Müllfahrzeugs messen und sich verschiedene auf einem Tisch ausgelegte Autoteile anschauen. Danach wurde die Werkstatt kurz besichtigt.

Besonders interessiert waren die Jugendlichen, die mit den beiden Mitarbeitern des Sozialwerks Aachener Christen vor Ort waren. „Wir helfen den Leuten hier, eine Ausbildung zu finden. Dazu schauen wir auch nach Stätten für Praktika, an die eine Ausbildung im selben Betrieb angeschlossen werden kann“, erzählte Horst Finger, der mit seinen Schützlingen vor Ort war und den Check-In-Day als eine tolle Möglichkeit empfindet, um Berufe näher kennenzulernen. „Manche wissen auch noch gar nicht, in welche Richtung es gehen soll. Hier können sie selber ausprobieren, wie ihnen die Arbeit gefällt“, lobte er den Parcours des Stadtbetriebs.

Eine tolle Möglichkeit, um einen Betrieb kennenzulernen

Organisiert wurde der Check-In-Day im Stadtbetrieb von Personalsachbearbeiterin Sabine Berck und der Geschäftsleiterin Personalmanagement, Anna Karina von der Laage. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie hierbei durch die Mitarbeiter der einzelnen Fachrichtungen.

„Wir werden sicherlich noch öfter an solchen Veranstaltungen teilnehmen. Es ist ganz anders als auf Berufsmessen, da die Leute heute hier auf das Gelände kommen und sogar die Arbeit ausprobieren können. Das ist eine tolle Möglichkeit“, so Berck. Es sei ein schöner Tag gewesen und man habe sich über das Interesse der Schülerinnen und Schüler sehr gefreut.

Wer den Check-In-Day verpasst hat oder nicht vorbeischauen konnte, aber trotzdem Interesse bekommen hat, kann sich auf www.aachen.de unter dem Punkt „Aachener Stadtbetrieb“ bezüglich der Ausbildungsangebote informieren.