Das Tour-Fieber in Aachen steigt gewaltig

(Bild: Pixabay)

Aachen: Jetzt können schon fast die Stunden bis zum Abstecher der Tour de France nach  Aachen am Sonntag, 2. Juli, gezählt werden. „Das Tour-Fieber steigt gewaltig“, sagte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp am Morgen (19. Juni) bei einer Pressekonferenz im Haus Löwenstein am Markt. „Die Vorbereitungen für die zweite Etappe der Tour de France in Aachen biegen auf die Zielgerade, die Vorfreude ist spürbar groß.“

Am 2. Juli rollen die besten Radsportprofis der Welt von Haaren aus kommend und in Richtung Kelmis weiterfahrend durch die Stadt. Sie sind dann auf der 2. Etappe der Tour de France von Düsseldorf nach Lüttich (203,5 Kilometer) unterwegs. Ein Wochenende lang wird das in Aachen gefeiert.

Die Tour passt perfekt zu Aachen“

Philipp hob die Bedeutung des Ereignisses hervor: „Im Dreiländereck leben wir in einer traditionell radsportbegeisterten Region. Die Eifel liegt vor der Tür, die Ardennen und das wunderbar hügelige Limburg. Von daher passt die Tour de France perfekt hierher. Wir erwarten deshalb auch Zehntausende Gäste an einem dann bestens besuchten Streckenverlauf.“

Der Imagewert für Aachen ist groß. „Die Tour de France wird live in 190 Ländern übertragen, gerade das Auftakt-Wochenende erfährt besonders hohe Beachtung“, bestätigte auch Sven Teutenberg, der Event-Direktor des Grand Départ Düsseldorf, Ausrichter des Tour-Auftakts in diesem Jahr auf deutschem Boden. Teutenberg, selbst als Radsportprofi beim härtesten Radrennen der Welt über Jahre im Einsatz, unterstrich: „Neben den Olympischen Spielen und der Fußball-WM ist die Tour das drittgrößte Sportereignis der Welt.“ In Düsseldorf wird die Tour am Samstag, 1. Juli, mit einem Zeitfahren starten, „wir freuen uns aber auch auf die ausgesprochen anspruchsvolle zweite Etappe, die die Fahrer nach Aachen führt und dann von dort auf einem sehr herausfordernden Stück bis nach Lüttich“.

Schon jetzt sind Kamerateams in Aachen unterwegs

Im Fernsehen hat sich in der Liveübertragung der attraktive Mix durchgesetzt, ergänzend zum erstklassigen Sport auch die touristischen und kulturellen Aspekte am Streckenrand intensiv zu beleuchten. Da kann Aachen punkten. Neben den Radsportbildern werden die mitfliegenden TV-Helikopter und die zahlreichen Motorrad-Kameras schöne Bilder aus der Stadt zeigen. In den letzten Wochen waren bereits etliche Kamerateams in Aachen, um vor allem die historische Altstadt mit Dom und Rathaus für die Tour-Berichterstattung ins rechte Licht zu setzen.

WICHTIGE INFO:

Die wichtigsten Informationen über Tour-Wissen, die Aachener Strecke, den innerstädtischen Verkehr, über Rahmenprogramm und Sponsoren hat der Fachbereich Presse und Marketing der Stadt Aachen hier für die Bürgerinnen und Bürger, für Medien und für die Tour-Fans zusammengefasst:

www.aachen.de/letour

Der Aufwand, eine zwölf Kilometer lange Strecke quer durch die Stadt einzurichten,  ist schon beachtlich“, sagte Philipp, „aber wir bekommen das mit Hilfe vieler Partner und in guter Kooperation mit den Organisatoren in Düsseldorf gut  in den Griff.“ 

Die Leitung der deutschen Sektion der diesjährigen Tour de France ist beim Organisationskomitee des „Grand Départ Düsseldorf“ angesiedelt. In enger Abstimmung mit dem Tour-Veranstalter A.S.O. leitet die Stadt Düsseldorf die Aktivitäten.    

 „Die Organisation gehen wir seit vielen Wochen mit hoher Synergie hier in Aachen an, abgestimmt wird alles mit Düsseldorf“, sagte André Schnitker, der als OB-Referent die organisatorische Federführung des Aachener Tour-Parts übernommen hat. „Besonders hilfreich ist dies bei der Absicherung und Ausstattung der Rennstrecke.“  Von Würselen, Kaninsberg, kommend werden die besten Radprofis rund um Vorjahressieger Christopher Froome und die deutschen Topfahrer André Greipel, Tony Martin und Marcel Kittel am Sonntag, 2. Juli, über die Alt-Haarener-Straße in Haaren nach Aachen hineinfahren. Über die Jülicher Straße und die Peterstraße geht es bis zum Bushof, dort nach rechts über die Kurhausstraße auf den Seilgraben, es geht dann weiter über Neupforte und die Mostardstraße hinauf zum Kopfsteinpflaster des Marktes, den die Radrennfahrer überqueren, um dann über Jakobstraße und die Lütticher Straße Richtung Belgien weiterzufahren. 

Absolutes Haltverbot entlang der Tour-Strecke

Wir gehen davon aus, dass wir diese Strecke über vier Stunden an diesem Tag, also von etwa 13 bis 17 Uhr vollsperren werden“, sagte Schnitker heute und kündigte erhebliche Einschränkungen im Stadtverkehr an. Dazu gehört ein absolutes Haltverbot  für alle Fahrzeuge an der gesamten Strecke inklusive der angrenzenden Parkflächen für den ruhenden Verkehr – wie Parkstreifen oder Parkbuchten. Dies geht zurück auf eine Anweisung der für die Tour-Strecke auf deutschen Straßen zuständigen Polizei Düsseldorf. Diese Anweisung ist für die Kommunen verbindlich.

Von Sperrungen betroffen sind auch Garagenhöfe, Parkplätze und Einfahrten entlang der Strecke. Diese Zufahrten sind für mehrere Stunden komplett nicht befahrbar. Die Stadt Aachen wird die Anwohner in den betroffenen Bereichen noch gesondert über die Einschränkungen informieren.

Zu Fuß, per Rad, ÖPNV oder ausgewiesene Parkmöglichkeiten

Insgesamt werden die Tour-Fans gebeten,  sofern sie aus dem Stadtgebiet sind, zu Fuß, per ÖPNV oder mit dem Rad zu kommen. Gäste, die von außen anreisen, werden auf die ausgewiesenen Parkmöglichkeiten hingewiesen.

Herbert Sliwinski, Geschäftsführer der  APAG (Aachener Parkhaus GmbH), verwies darauf, dass die APAG am 2. Juli ab 9 Uhr zusätzliche Parkflächen an der Krefelder Straße und der Liebigstraße in Aachen anbietet. Sliwinski: „Von da aus kann man mit Shuttle-Bussen der ASEAG im 15-Minuten-Takt zur Haltestelle Bastei an der Ecke Krefelder Straße/Ludwigsallee fahren. Mit dem Parkticket für sieben Euro können fünf Personen die Busse für Hin- und Rückfahrt nutzen. Parktickets und dienliche weitere Detailinfos – auch zu den innerstädtischen Parkhäusern – bekommt man unter www.apag.de oder auf www.aachen.de/letour

Auch Fahrgäste der ASEAG müssen sich wegen der Straßensperrungen, die mit der Tour de France verbunden sind, auf Änderungen beim Fahrplan einstellen. Paul Heesel, Sprecher der ASEAG, sagte: „Die Haltestellen entlang der Strecke, dazu gehört auch der Bushof in Aachen, können am 2. Juli zwischen 10 und 18 Uhr nicht angefahren werden.“ In diesem Zeitraum werden Ponttor und Theater zentrale Start- und Zielorte sein (Linie 3 und Linie 24 fallen ganz aus, Linie 11 entfällt auf dem Abschnitt zwischen Aachen und Hoengen). Auch in Würselen und Alsdorf werden Linien umgeleitet.

Die Aseag-Fahrpläne für den 2. Juli gibt es hier: http://www.aseag.de/aktuelles/sonderfahrten/mit-dem-bus-zur-tour-de-france/

Absprachen mit Feuerwehr und Rettungsdiensten, mit Polizei und zahlreichen Dienststellen der Verwaltung gehen auch auf die Zielgerade. Die Einsatzkräfte würden im Notfall problemlos jeden Einsatzort in der Stadt erreichen können. Zudem sind weit über 100 ehrenamtliche Streckenposten im Einsatz, um den Tour-Tross sicher durch Aachen zu geleiten. „Wir können von einer großartigen Hilfsbereitschaft in der Verwaltung, aber auch mit allen Partnern, bei Vereinen und Organisationen sprechen“, sagte Schnitker.

Buntes Programm für das Wochenende – „Rund um Dom und Rathaus“

Vielversprechend klingen auch die Pläne für die Rahmengestaltung des Tour-de-France-Ereignisses in Aachen. Überall durch die Stadt werden am ersten Juli-Wochenende Musikgruppen ziehen, es gibt Dixieland-, Jazz- und Brassbands, die gute Laune ist garantiert.

Guido Diefenthal, Präsident des Radsportclubs RC Zugvogel, stellte das Programm für den Samstag, 1. Juli, vor: „Die Tour und unser traditionsreiches Aachener Radrennen ,Rund um Dom und Rathaus‘ auf dem legendären Kopfsteinpflaster packen wir in ein großes Wochenend-Gesamtpaket zum Thema Radsportstadt Aachen.“

Das Rundstrecken-Rennen über das historische Kopfsteinpflaster hat in diesem Jahr viele Programmpunkte. Ab 16 Uhr geht es los, Schlag auf Schlag folgen: das Jedermänner-Rennen, ein Slalom-Spaß für Unterstützer und Sponsoren des Aachener Radsport-Wochenendes mit Lastenrädern auf dem Markt, dann ab 18 Uhr der Schul-Cup „Fette Reifen Rennen“, ab 18.30 Uhr das C-Klasse-Rennen und schließlich ab 19.30 Uhr das 90-minütige Hauptrennen der obersten Amateur-Kategorie.

Der Aachener Fahrradtag auf dem Katschhof

In den Startlöchern stehen für den Samstag, 1. Juli, auch die Verantwortlichen des Aachener Fahrradtages. Dr. Stephanie Küpper, Fahrrad-Beauftragte der Stadt Aachen, brachte es so auf den Punkt: „Der Aachener Fahrradtag versteht sich nicht als reine Informationsveranstaltung, sondern als buntes Fest rund um das Radfahren, bei dem alle Besucher – Erwachsene wie Kinder – einen abwechslungsreichen Tag erleben. An zahlreichen Ständen und Aktionsflächen auf dem Katschhof präsentieren Stadt Aachen, Städteregion, Verkehrswacht mir Vorschulparlament, WABe e.V., Fahrradhändler, ADFC, ACE, Velocity Aachen, Greenpeace, VCD, DRK, Bleiberger Fabrik mit dem Lastenfahrrad Karl, CLAC sowie missio mit einem Pedicap  Wissenswertes, Interessantes und Innovatives rund um das Thema Fahrrad. Samstag, 1. Juli, 11 bis 16 Uhr auf dem Katschhof.  

In Haaren wird die Tour direkt herzlich begrüßt

Unter das Motto „Bonjour le Tour und Haaren Vive la France!“ haben die Haarener Vereine, Verbände, Unternehmen, Geschäftsleute und Institutionen ihr Bürgerfest für den Sonntag, 2. Juli, gestellt. Sie begrüßen die Teilnehmer und Gäste der diesjährigen Tour de France gleich beim Eintritt ins Aachener Stadtgebiet mit einem bunten Rahmenprogramm. Der Haarener Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten: „Die Geschäfte dekorieren bereits einige Zeit zuvor ihre Schaufenster, und am Tag selbst finden  ab 12 Uhr bis zum Eintreffen der Tour und danach 21 Events an zehn Orten entlang der Alt-Haarener Straße statt.“ Ob Live-Musik, Kinderflohmarkt, Modenschau oder einfach französisches Flair auf dem Haarener Markt – für Jung und Alt ist etwas dabei!

Sponsoren: Sparkasse, NetAachen, STAWAG und Bike Components

Ohne die finanzielle Unterstützung der Sponsoren wäre das Tour-Wochenende in Aachen nicht möglich. Neben dem Hauptsponsor Sparkasse Aachen sind NetAachen, STAWAG und das Unternehmen Bike Components die maßgeblichen Unterstützer des vielfältigen Programms am ersten Juli-Wochenende.

Der Aachener Oberbürgermeister freut sich auf die Tour de France: „Es gibt so viele positive Reaktionen auf dieses große Ereignis, und so können wir sagen: Aachen freut sich auf die Tour!“ Er sei sich sicher, so Philipp, „dass die Aachenerinnen und Aachener und viele Gäste von nah und fern der Tour de France einen prächtigen Empfang bei der Fahrt durch unsere Stadt bereiten werden“.

INFO Videoleinwand auf dem Markt:

Tour-de-France-Fans werden die entscheidenden Momente der 1. Etappe am Samstag, 1. Juli, beim Zeitfahren in Düsseldorf, auf der Aachener Großbild-Leinwand erleben. Zudem werden an diesem Tag Live-Bilder von den Zugvogel-Rennen „Rund um Dom und Rathaus“ zu sehen sein. Auch die Interviews zum Aachener Fahrrad-Wochenende auf der Rathaus-Treppe werden dorthin übertragen.

Am Sonntag, 2. Juli, werden die Zuschauer auf dem Markt die komplette 2. Etappe in voller Länge mit den Live-Bildern der ARD auf der Videoleinwand verfolgen können.