Ein Freitag für das Klima

Aachen / Hambach: In Aachen haben sich am Freitag etwa 35.000 Demonstranten unter dem Motto „Fridays for Future“ aus etwa 17 Ländern getroffen. Von mehreren Startpunkten gingen Demonstrationszüge durch die Innenstadt in Richtung Tivoli Stadium. Der Demonstrationszug vom Hauptbahnhof zog über die Normaluhr, Theaterstraße, Markt und Bastei zum Tivoli und erregte sehr viel Aufmerksamkeit. Wer denkt, dass Fridays for Future nur aus Schülern besteht, wird bemerkt haben, dass immer mehr auch Demonstranten der älteren Generation den Schülern zur Seite standen.
Oberbürgermeister Marcel Phillips sagte, er würde hinter den Demonstranten stehen und hoffe, dass alles gut klappt. Am Stadion kam es kurz zu einer Beeinträchtigung des Demonstrationszuges, als sich zwei junge Demonstrantinnen von der Brücke vor dem Tivoli abseilten. Am Tivoligejände gab es dann eine große Kundgebung und Livemusik. Die Stimmung in Aachen war sehr lt. eines Polizeisprechers entspannt 

(Bild: EuregioPresse)

Dies war in der Region um Neurath etwas anders.  Dort versuchte die Organisation „Ende Gelände“ Einrichtungen des RWE zu blockieren. In Viersen wurde der Bahnhof teilweise gesperrt und viele Demonstranten strandeten dort. In Bedburg kam ein Demonstrationszug nur etwa 200 Meter weit, als sie von der Polizei gestoppt wurden. Am Kraftwerk Neurath allerdings schafften es etwa 700 Demonstranten die Kohlebahn, die das Kraftwerk Neurath mit Kohle versorgt, zu blockieren. Die Lage vor Ort war allerdings sehr entspannt, feiernde Demonstranten und entspannte Polizisten. Am späten Abend war die Blockade der Gleise noch im Gange, mit einer Räumung rechnet die Polizei wohl heute im Laufe des Tages. (Kevin Brendel)