Energetische Sanierung und Erweiterung des Hallenbades beginnt

(Bild: Pixabay)

Baesweiler: Zum Ende der Sommerfeien beginnt ab Anfang September 2017 die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades Baesweiler. Im Rahmen der geplanten Maßnahmen wird das Bestandsgebäude aus den 1970er Jahren im Grunde sowohl baulich als auch technisch kernsaniert. Geplant sind sowohl die komplette energetische Sanierung und die Ertüchtigung der äußeren Gebäudehülle (Wandfläche, Fenster, Dach) als auch die gesamte Sanierung und Umgestaltung des Inneren. Hierbei wird im Grunde alles bis auf die Abhangdecke in der Halle aus dem Bestand heraus entfernt und komplett neu aufgebaut – angefangen von den Umkleiden und dem Duschbereich über die Bereiche der Bademeister bis hin zur Edelstahlneuauskleidung des Schwimmbeckens nebst kompletter neuer Technik (Badewassertechnik) im Keller für den Betrieb des Bades. Darüber hinaus wird das Gebäude um den Neubau eines sogenannten Lehrschwimmbeckens erweitert.

Da sowohl das Freizeitbad in der Parkstraße als auch das Lehrschwimmbecken in der Grengracht in die Jahre gekommen waren und mitunter erheblichen Sanierungsaufwand zeigten, entschied man sich aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen für die Lösung mit einem Ersatzerweiterungsbau an gemeinsamer Stelle.

Das neue Lehrschwimmbecken entspricht in etwa der Fläche des Bestandsbeckens in der Grengracht, sodass hier ein gleichwertiger Ersatz für Kleinkinder, Senioren und Vereine geschaffen wird. Das Lehrschwimmbecken wird einen abfallenden Boden erhalten, d.h. beginnend mit einer Wassertiefe von 60 cm bis hin zu einer Wassertiefe von 1,20 m, sodass alle notwendigen Wassertiefen für unterschiedliche Schwimm- und Unterrichtsformen (z.B. Kleinkinderschwimmen, Wassergymnastik) abgedeckt werden.

Die in die Jahre gekommenen Sanitär- und Umkleidebereiche werden komplett modernisiert, erneuert, teilweise auch anders organisiert. So werden demnächst der Schul- und Vereinsbetrieb überwiegend die Umkleide- und Sanitärbereiche im Obergeschoss benutzen, während im Erdgeschoss eine komplett barrierefreie Benutzbarkeit für alle Nutzer hergestellt wird.

Eine angeschlossene Cafeteria wird es mangels Nachfrage nicht mehr geben. Dafür ist im Anschluss an das Lehrschwimmbecken eine attraktive Kinderplanschzone mit angeschlossenem

Wickelraum und Liegebereich geplant. Ebenso wird es die Möglichkeit geben, Getränke usw. mitzubringen. Die begehrte Außenrutsche bleibt selbstverständlich erhalten. 

Die innere und äußere Gestaltung greift das Thema „Natur“ und damit das üppige um das Hallenbad im Bereich Sportpark und Wasserspielplatz vorhandene Grün auf. Für die umfangreiche Erweiterungs- und Umbaumaßnahme erhält die Stadt eine Förderung von rund 3,6 Mio. €. Bei der Förderung handelt es sich jeweils hälftig um Landes- und Bundesmittel. Ohne diese Förderung wäre ein solcher Umbau nicht möglich. Mit dem Ende der Sommerferien wird das Hallenbad Parkstraße für die Dauer der dann beginnenden Umbaumaßnahmen (ca. 1 – 1,5 Jahre) außer Betrieb genommen.

Während der Schließung wird das Lehrschwimmbecken Grengracht als Ausweichbecken für die Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Hier werden die Nutzungen im Rahmen der Platzmöglichkeiten deutlich ausgedehnt, um somit jedem Bürger annähernd eine eingeschränkte Alternative anbieten zu können. Folgende mit den ortsansässigen Schulen und Vereinen abgestimmte öffentliche Nutzungszeiten stehen zur Verfügung:

dienstags

  • 06.00 Uhr bis 09.00 Uhr öffentliches Schwimmen
  • 09.00 Uhr bis 09.30 Uhr Wassergymnastik

mittwochs

  • 06.00 Uhr bis 08.00 Uhr öffentliches Schwimmen
  • 14.30 Uhr bis 19.00 Uhr öffentliches Schwimmen
  • 19.00 Uhr bis 19.30 Uhr Wassergymnastik
  • 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr öffentliches Schwimmen

donnerstags

  • 06.00 Uhr bis 09.00 Uhr öffentliches Schwimmen
  • 09.00 Uhr bis 09.30 Uhr Wassergymnastik

freitags

  • 06.00 Uhr bis 08.00 Uhr öffentliches Schwimmen

samstags

  • 08.00 Uhr bis 14.00 Uhr öffentliches Schwimmen

sonntags

  • 08.00 Uhr bis 14.00 Uhr öffentliches Schwimmen

Für die Nutzung des Freizeitbades wird für die Dauer von 2 Stunden ein Nutzungsentgelt in Höhe von 1,00 Euro für Vollzahler und 0,50 Euro für Teilzahler erhoben. Die aktuellen Planungen hängen im Quartiersbüro, Kückstraße 21, zur Einsicht aus.

Bürgermeister Dr. Linkens verweist darauf, dass ohne den engagierten Einsatz der Verwaltung (hier insbesondere Hochbauamt und Schulamt) sowie ohne die konstruktive Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung und dem Ministerium und ohne Fördermittel ein solches Projekt für eine Stadt wie Baesweiler nicht umzusetzen wäre.