Fußgängerbrücke über dem Willy-Brandt-Ring fertiggestellt

Würselen: „Was lange währt, wird endlich gut“, heißt ein Sprichwort. Und die neue Fußgängerbrücke über der K 30, dem Willy-Brandt-Ring, der den Ginsterweg in Richtung Broichweiden anbindet, ist sehr gut geworden. Bürgermeister Arno Nelles durchschnitt gemeinsam mit Vertretern einer rührigen Initiative Broichweidener Bürgern, die sich engagiert für die Wiederherstellung der Ende November 2015 abgebauten Brücke eingesetzt hatten, das Band durch und eröffnete diesen für Fußgänger und Radfahrer so wichtigen Verkehrsweg neu. Doch der Reihe nach: bis dato gab es an dieser Stelle zuletzt eine Holzbrücke. Doch diese musste Ende November 2015 aus Gründen der Gefahrenabweg abgebaut und entsorgt werden. Ein Neubau musste finanziert werden, was der Stadt Würselen wegen der angespannten Finanzsituation schwer fiel. So setzte sich eine Initiative Broichweidener Bürger für die Wiederherstellung der Brücke ein, sammelte Unterschriften, wand sich sogar an den Bürgerausschuss. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planung für einen Neubau aufzunehmen und das Brückenbauwerk auszuschreiben; die Politik fasste entsprechend erforderliche Beschlüsse. So wurde nach erforderlichen ingenieurtechnischen Untersuchungen die Entwurfsplanung im Technik- und Bauausschuss am 28. September 2017 vorgestellt; die Vergabe der Bauausführung erfolgte dann noch im November 2017. Dabei stand fest, dass nicht nur eine neue Brückenkonstruktion her musste, sondern auch neue Fundamente errichtet werden musste, da die bisherigen auf Grund einer anderen Auflagenkonstruktion der neuen, wartungsarmen Aluminiumbrücke, nicht mehr verwendet werden konnten und komplett entfernt werden mussten. Am frühen Morgen des 9. Mai 2019 war es dann soweit. Ein Schwertransporter lieferte die fertiggestellte Aluminiumbrücke an und ein Schwerlastkran sollte diese auf die neuen Brückenaufleger hieven. Die K 30 musste über mehrere Stunden für den fließenden Verkehr gesperrt werden. Zahlreich interessierte Bürger versammelten sich an der Baustelle und verfolgten die Arbeiten. Die neue Brücke wurde nach einem Vergabeverfahren durch eine Firma in Singen erstellt und nach Würselen angeliefert. Die gesamte Maßnahme kostete 300.000 Euro. Das Brückenbauwerk selber kostete 150.000 Euro. Die weiteren 150.000 Euro mussten aufgebracht werden für vorbereitende Ingenieurleistungen sowie für die Bauarbeiten der neuien Brückenauflieger. Am Ende des Tages stießen alle dann doch wieder glücklich und zufrieden auf das neue Brückenbauwerk an. Die Initiative der Broichweidener Bürger selber hatte zu einem Umtrunk eingeladen, an dem auch Bürgermeister Arno Nelles teilnahm. Zuvor zerschnitt er aber noch mit Kindern und Heinz Dautzenberg, dem Sprecher der Initiative, das Band am Brückenbauwerk. „Ende gut – alles gut“, lautet ein weiteres Sprichwort.