Herzogenrath: Gemeinsam empfingen Bürgermeister Christoph von den Driesch und der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda mit politischen Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Ebenen die Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach,  im Burggarten der Burg Rode.

Bei der Begrüßung auf der Burgbühne erläutert der Bürgermeister: „Herzogenrath-Mitte ist ein Zentrum der kurzen Wege: Wohnen, arbeiten, einkaufen, kulturelles Erleben und Naherholung liegen so eng wie in kaum einer anderen Stadt beieinander. Diese Qualitäten zu stärken ist ein erklärtes Ziel des Integrierten Handlungskonzeptes. Hauptbestandteil des Förderantrages für dieses Jahr ist die Planung und der Bau der Wurmpromenade sowie die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raums, mit der die Zugänglichkeit der Innenstadt und wichtiger Einrichtungen für die Bürgerinnen und Bürger ermöglicht werden soll.“

Die Ministerin hatte höchst erfreuliche Nachrichten im Gepäck: Die rund 2 Millionen Euro teuren Maßnahmen für die diesjährige Innenstadtentwicklung werden mit gut 1,421 Millionen Euro von Bund und Land gefördert.  Der ursprünglich geplante Eigenanteil der Stadt in Höhe von 609 Tsd. Euro entfällt durch eine Sonderförderung aus dem „Nordrhein-Westfalen-Programm I“ als Reaktion auf die Corona-Pandemie. „Die Stadt Herzogenrath hat überlegt, wie sie Kunst, Kultur und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt attraktiver integrieren und gestalten kann. Wir beim  Ministerium  wollen diese Planungen begleiten. Heute kann ich Ihnen die frohe Botschaft überbringen, dass Sie in diesem Jahr eine vollständige Förderung von rd. 2 Mio. Euro erhalten. Geben Sie die Aufträge raus und erhalten Sie damit die Beschäftigung und die Unternehmen. Ich hoffe, Sie können die geplanten Maßnahmen in dem von Ihnen vorgesehenen Zeitrahmen umsetzen“, so Ministerin Scharrenbach.

 Sie dankt auch dem anwesenden Landtagsabgeordneten Hendrik Schmitz für die Freigabe der Fördermittel für die Region im Landeshaushalt. Schmitz betont, wie wichtig diese Unterstützung ist: „Die innerstädtische Entwicklung ist für die Zukunft der Städte immens wichtig. Mit der Schaffung von Treffpunkten und Begegnungsstätten wird die Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger gesteigert. Ein wichtiger Aspekt insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie, in welcher der Online-Handel starken Zulauf erfahren hat. Diese besondere Herausforderung für unsere Städte und Innenstädte sowie deren Akteure nehmen wir an. Es ist Aufgabe der Politik, ihnen den Rücken zu stärken und sie finanziell zu unterstützen.“

„Attraktivität und Aufenthaltsqualität sind wichtige und geschätzte Faktoren für die Menschen in einer Stadt. Für unsere Kommunen ist es elementar, die Innenstadt zu einem „Wohlfühlort“ zu entwickeln. Hierfür ist die Förderung durch Bund und Land ein wichtiger Baustein“, bestätigt auch Städteregionsrat Tim Grüttemeier. 

Der Technische Beigeordnete, Ragnar Migenda, stellte das Herzogenrather Konzept des Integrierten Handlungskonzeptes anschaulich in einer PowerPoint Präsentation vor. Unter dem Motto: „Unsere Mitte – Mach mit in Herzogenrath“ wurden Ideen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung zusammengetragen und gemeinsam mit einem Planungsbüro ausgewertet. In der City sind schon einige Veränderungen zu sehen, die das Stadtbild deutlich aufwerten. So wird neben dem Verfügungsfond und dem Beleuchtungskonzept von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt das Fassadenprogramm verstärkt nachgefragt. In Kürze sollen die Baumaßnahmen zur Neu- und Umgestaltung des Bereichs rund um St. Marien und die Ertüchtigung des letzten Bauabschnittes der Burgmauer beginnen. Auch die alte Bahnbrücke wird künstlerisch neu gestaltet und am Ferdinand-Schmetz-Platz soll ein leerstehendes Discounter-Gebäude abgerissen werden. Dort entsteht ein attraktiver Wohn- und Gastrokomplex. Die Maßnahmen steigern bereits jetzt schon die Attraktivität von Herzogenrath-Mitte für Investoren, wie das geplante v.g. Bauvorhaben am Ferdinand-Schmetz-Platz, der mittlerweile fast fertig gestellte Neubau eines BoardingHouses gegenüber Kaufland belegen. Auch mit Blick auf das seit langer Zeit brachliegende Grundstück am Eingang der Kleikstraße befindet sich die Stadt mit einem Interessenten in guten Gesprächen. Natürlich waren u.a. auch der derzeitige Bau der Kohlscheider Markttangente, der Neubau des Hallenbades, die Neubebauung des ehemaligen EBV-Geländes, die fristgerechte Fertigstellung des Schulerweiterungsbaus der neuen Gesamtschule II einige der vielen Themen und Projekte, die derzeit in Kohlscheid bereits realisiert werden.  Dennoch bringt Technischer Beigeordneter Ragnar Migenda es auf den Punkt: „Es ist viel passiert. Das wäre ohne Fördermittel nicht möglich gewesen! Doch weitere geplante Maßnahmen für eine städtebauliche nachhaltige Entwicklung sind in den Stadtteilen ohne weitere öffentliche Förderung nicht alleine von der Kommune zu bewältigen“.

Hier setzt genau das Förderkonzept von Bund und Land an. Ministerin Ina Scharrenbach sagte weitere gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit dabei zu.

So kann in Herzogenrath weiter in eine nachhaltige und zukunftsfähige attraktive Stadtentwicklung geblickt werden.