Herzogenrath: Abstandsgebot, Kontaktbeschränkungen, geschlossene Restaurants und Geschäfte – Corona hat eine Menge Einschränkungen mit sich gebracht. Ob sie eingehalten werden, das kontrollieren insbesondere die Beschäftigten der Ordnungsämter. „In kurzen Zeitabständen werden immer wieder neue Landesverordnungen erlassen, in die sich unser Team einarbeiten muss. Schließlich müssen wir bei den Kontrollen darauf achten, dass die ständigen Änderungen der Verordnungen eingehalten werden“, so der Leiter des Referats Bürgerdienste und Soziales, Jürgen Venohr. Auf eine solche Situation war man nicht vorbereitet. Dennoch hat sich das Team des Ordnungsamtes innerhalb kürzester Zeit auf die neuen Gegebenheiten eingestellt. So konnten mit Unterstützung von freiwilligen Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten Verwaltung u.a. umfassende Pläne für Kontrollen im Schichtdienst, einschließlich der Wochenenden, erstellt und durchgeführt werden.

Gemeinsam mit  den leitenden Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fachämtern erfolgt ein regelmäßiges Update über die Sachlage in der Pandemiezeit im Stab für außergewöhnliche Ereignisse, kurz: SAE, dem sogenannten „Krisenstab“. Für die Bevölkerung wichtige Informationen aus diesem Gremium werden auf direktem Wege durch die Pressestelle an die Öffentlichkeit weitergeleitet. Auf der städtischen Homepage www.herzogenrath.de werden ständig aktuelle Informationen zur Corona-Krise – zur besseren Übersichtlichkeit sortiert nach verschiedenen Sparten – veröffentlicht.

Die knappe Personaldecke im Ordnungsbereich haben Politik und Verwaltung einvernehmlich zum Anlass genommen, jeweils drei neue Stellen für den Innen- und Außendienst zu bewilligen. Die Besetzungsverfahren hierfür laufen derzeit auf Hochtouren.

Hartmut Fries, stellvertretender Amtsleiter des Ordnungsamtes: „Das Telefon steht bei uns schon seit Monaten nicht mehr still. Die Anrufer haben verständlicherweise sehr viele Fragen insbesondere rund um Corona. Sie sind – gerade wegen der dauernd neuen Erlass-Lage – sehr verunsichert.  Besonders im Gastronomie- und Einzelhandelsbereich konnten wir großen Klärungsbedarf darüber, was erlaubt und was nicht erlaubt ist, verzeichnen.“

„Die Bürgerinnen und Bürger halten sich in der ganz großen Mehrheit verantwortungsvoll an die geltenden Regelungen. Bei einzelnen Verstößen geht unser Ordnungsamt sehr engagiert und konsequent vor. Dank des umsichtigen und respektvollen Miteinanders in einer solchen Krisensituation ist die Lage in Herzogenrath sehr gut im Griff. Dafür darf ich allen Beteiligten, dem Verwaltungsteam und allen Bürgerinnen und Bürgern, meinen ganz besonderen Dank aussprechen“, so Bürgermeister Dr. Fadavian.

Die Corona-Krise bedeutet einen besonderen Härtetest für die städtischen Ordnungshüter. Denn neben dieser außergewöhnlichen Herausforderung ist das Ordnungsamt schließlich für vielfältige Bereiche des täglichen Lebens Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger. Dazu gehören z.B. die Gewerbean- und –abmeldungen, das Ausstellen von „Knöllchen“ bei Falschparkern, Anzeigen wegen Lärm- oder Geruchsbelästigungen oder der Hund auf dem Kinderspielplatz. Bei so vielfältigen Lebensbereichen ist es klar, dass die Balance zwischen den Vorstellungen oder Wünschen und den gesetzlichen Notwendigkeiten nicht immer leicht für die Kolleginnen und Kollegen vom Ordnungsamt ist. Sie können auch nicht alle Probleme lösen, doch sie stehen immer für die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Stadt ein.