Tauschbörse für die Umwelt: Spielzeugtausch-Aktion wieder ein voller Erfolg

Aachen: Gesellschaftsspiele, Karten, Puppen, Autos und mehr liegen auf Tischen und Bänken in der Rotunde des Elisenbrunnens. Besonders Puzzle und Bücher scheinen an diesem Freitag, 22. November, hoch im Kurs zu stehen. Was aussieht wie ein kleiner Flohmarktstand für Kinder ist das Herz der Spielzeugtausch-Aktion des Aachener Stadtbetriebs. Mittendrin stehen die vier Mitarbeiterinnen und schaffen sich einen ersten Überblick. „Schon vorhin beim Aufbau kamen viele Menschen auf uns zu, um Spielsachen zu tauschen oder einfach für die Aktion zu spenden“, erzählt Manuela Staaks, Abfallberaterin beim Aachener Stadtbetrieb. Und auch in den nächsten Stunden von 12 bis 16 Uhr kommen viele Interessierte, um sich am Spielzeugtausch zu beteiligen.

Der diesjährige Spielzeugtausch ist bereits der vierte insgesamt. Mit der Aktion beteiligt sich der Aachener Stadtbetrieb an der Europäischen Woche der Abfallvermeidung – auch dieses Jahr wieder mit vollem Erfolg. „Wir haben schon in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht und freuen uns, dass die Aktion wieder so gut ankommt“, sagt Staaks. „Es ist wichtig, schon bei den Kleinen anzufangen, sie für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.“ Jedes getauschte Spielzeug, das nicht weggeworfen wird, zählt. Aber die Aktion soll die Menschen insgesamt zu anderem Verhalten ermuntern, wie die Expertin erklärt: „Auch als Denkanstoß für die Kinder und ihre Eltern, ist eine solche Aktion viel wert. Wie gehe ich nachhaltig mit meinem Besitz um.“ Tauschen statt Wegwerfen, einfach zu merken und auch einfach getan.

Sind es zu Beginn noch die Großeltern, Eltern oder Paten, die sorgfältig für ihre Schützlinge nach dem richtigen Ersatz für das abgegebene Spielzeug suchen, kommen ab der Mittagszeit die Kinder selbst, um eifrig zu tauschen. Da wird der nicht mehr genutzte, elektronische „Bob der Baumeister“ gegen ein Würfelspiel getauscht. Die für ein neues Buch abgegebene Puppe darf sich kurze Zeit später über einen neuen Besitzer freuen. Dass jedes Kind, auch wenn es selber nichts zum Tauschen mitbringen konnte, glücklich nach Hause geht, ist sichergestellt. „Oft bringen Kinder und Eltern ein paar ausgemusterte Dinge mehr mit, als sie im Tausch wieder mitnehmen. Dadurch haben wir auch dieses Jahr wieder einen Grundstock von Spielsachen von vorneherein auf dem Tisch“, sagt Staaks. Alle Sachen, die in diesem Jahr übrig bleiben, werden wieder sorgfältig verpackt und eingelagert – bis zur nächsten großen Tauschaktion.