„Wie schauen die Bewohner der Euregio auf ihre Heimat?“

Euregio: Der Dreiländerpark ist ein herrliches Stück Europa, ein offener Raum ohne Grenzen. Hier, zwischen den Städten Hasselt, Genk, Sittard-Geleen, Heerlen, Aachen, Eupen, Verviers, Lüttich und Maastricht, gibt es eine Region voller Naturschönheiten, Bodenschätze und kultureller Reichtümer. Es ist ein Gebiet, das es wert ist, gehegt und gepflegt zu werden.

Dreiländerpark“ ist darüber hinaus der Name einer einzigartigen Plattform für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Neun Organisationen und Gruppen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden legen seit 2001 gemeinsam Hand an, um diesen offenen Raum zu erhalten und zu stärken, immer in enger Verbindung zu den umliegenden Städten.

Im Projekt „Dear Landscape” des Dreiländerparks untersucht das Team der Architektengruppe „Dear Hunter“ seit einigen Monaten die Sicht der Bewohner der Euregio auf ihre Heimat. Wie erleben Bürgerinnen und Bürger ihre natürliche Umwelt, welchen Wert messen sie ihr bei? Dieses Wissen kann erhebliche Auswirkungen auf die grenzüberschreitende Naturschutz-, Management- und Raumordnungspolitik haben.

Die Fachleute von „Dear Hunter“ bedienen sich bei ihrer Untersuchung einer speziellen Methode. Sie gehen ganz intensiv in Kontakt mit den Bewohnern und Besuchern der Euregio. Sie leben und arbeiten vor Ort. Bis Ende Oktober wohnen sie in Walheim in einem Container am ehemaligen Bahnhof in Walheim an der Vennbahntrasse.

Ihre Erkenntnisse lassen sie einfließen in eine subjektive Karte, die letztlich zu einem „Atlas“ des Dreiländerparks werden soll und darüber informiert, wie die Menschen ihr Lebensumfeld in der Euregio wahrnehmen.

Darüber hinaus lassen sich so lokale Probleme und Erkenntnisse aufzeigen: Wie gehen die verschiedenen Gemeinden und Organisationen mit ihrer Landschaft um, wie ist die Landschaft zugänglich, was sind die besonderen Qualitäten und wie können diese besser zum Wohle ihrer Bewohner und Besucher eingesetzt werden?

Drei Pilotprojekte in Vaals (Niederlande (NL)), Visé (Belgien (B)) und Heers (B) im Jahr 2017 haben bereits gezeigt, dass es noch viel über die Landschaft und deren Schutz zu lernen gibt. Weitere sind nicht nur wie zurzeit in Walheim, sondern auch in Kempen-Broek (NL) sowie im Hohen Venn (B) geplant.

Die Fachleute von „Dear Hunter“ werden ihre Erkenntnisse im Jahr 2019 bei einer Informationsveranstaltung öffentlich vorstellen und diskutieren lassen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu genutzt werden, Qualitätsziele für die Landschaft im Sinne der Europäischen Landschaftskonvention zu nutzen. Sie sollen die Regionen, Partnern und Gemeinden bei ihren Planungs- und Landschaftsprojekten inspirieren und ihnen Orientierung bieten. Überdies sollen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der Kontakt zwischen Bürgern und Behörden gestärkt werden.

Internet: www.3laenderpark.org